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MSR-Technik – Kälte, Klima, Lüftung

Steuerungstechnik

SPS-Programmierung

Für Sonderanlagen und Prozesstechnik programmieren wir speicherprogrammierbare Steuerungen strukturiert, kommentiert und testbar – von der Bibliothek bis zur Bedienoberfläche.

Programmstruktur

Lesbare Logik statt gewachsener Programme

Pseudocode-Auszüge aus unserer Arbeitsweise: Bausteine, Schrittketten und diagnosefähige Meldungen.

10: Vorspülen
  IF Freigabe AND Druck_OK
    Pumpe := EIN
    Schritt := 20
Schritt 10

Vorspülen

Freigabebedingungen werden geprüft, bevor der Prozess startet. Erst wenn alle Rückmeldungen anstehen, schaltet die Schrittkette weiter.

InteraktivSchrittkette durchklicken: Sie sehen, wie ein Schritt weiterschaltet und wo Störungen erkannt werden.

Struktur
FUNCTION_BLOCK FB_Pumpe
  VAR_INPUT  Freigabe : BOOL;
  VAR_OUTPUT Betrieb  : BOOL;
END_FUNCTION_BLOCK

Wiederverwendbare Bausteine mit klarer Schnittstelle statt gewachsener Einzelprogramme.

Ablauf
CASE Schritt OF
  10: Vorspülen
  20: Prozess
  30: Nachlauf
END_CASE

Ablaufsteuerungen als Schrittketten – im Störfall eindeutig diagnostizierbar.

Diagnose
IF Störung THEN
  Meldung := Klartext;
  Historie := Zeitstempel;
END_IF

Klartextmeldungen mit Zeitstempel machen Störungen für das Betriebspersonal lesbar.

Problemstellung

Gewachsene Programme als Betriebsrisiko

Steuerungsprogramme überleben mehrere Anlagengenerationen. Lesbarkeit ist deshalb kein Komfort, sondern Betriebssicherheit.

  • Logik ist über Jahre gewachsen und nicht mehr nachvollziehbar.

  • Änderungen sind nicht versioniert, Rücksprung ist unmöglich.

  • Meldungen sind unspezifisch, Diagnose kostet Stillstandzeit.

  • Abnahmen erfolgen ohne definierte Prüfschritte.

Vorgehen

Vom Lastenheft zum freigegebenen Programmstand

  1. Schritt 01Spezifikation

    Funktionsspezifikation

    Prozessablauf, Betriebsarten, Sicherheitsanforderungen und Bedienphilosophie werden schriftlich fixiert.

  2. Schritt 02Umsetzung

    Programmierung nach Bibliothek

    Umsetzung auf Delta Controls, Saia Burgess oder vorhandener Bestandstechnik mit geprüften Bausteinen und einheitlicher Namenskonvention.

  3. Schritt 03Simulation

    Test gegen Simulation

    Ein- und Ausgänge werden simuliert, Grenzfälle und Störszenarien vor der Baustelle durchgespielt.

  4. Schritt 04Version

    Versionierung und Freigabe

    Jeder Programmstand wird versioniert, dokumentiert und im Änderungsverzeichnis nachgeführt.

Lösungsansatz

Unsere Programmierpraxis

  • Strukturierte Programmierung nach IEC 61131-3 mit wiederverwendbaren Bausteinen.

  • Diagnosefähige Meldungen, getrennt von Regelung und Sicherheitsfunktionen.

  • Versionierte Programmstände mit dokumentierten Änderungen.

Nachweis

FAT und SAT als getrennte Abnahmestufen

Erst im Werk, dann an der Anlage: doppelte Prüfung reduziert Überraschungen bei der Inbetriebnahme.

FAT

Factory Acceptance Test

  • Funktionsnachweis im Werk gegen die Funktionsspezifikation
  • Simulation von Prozesswerten, Störungen und Verriegelungen
  • Protokollierte Mängelliste mit Abarbeitung vor Versand
SAT

Site Acceptance Test

  • Wirkungsprüfung an der realen Anlage mit Betriebspersonal
  • Einregulierung, Feinparametrierung und Grenzwertprüfung
  • Abnahmeprotokoll und Einweisung als Übergabegrundlage

Leistungen der Steuerungstechnik

  • Steuerungskonzepte für Sonder- und Prozessanlagen
  • Programmierung auf Delta Controls, Saia Burgess und Bestandstechnik
  • HMI- und Bedienpanel-Entwicklung
  • Funktionstests, Simulation und Abnahmeunterstützung

Ihr Nutzen in der Produktion

  • Strukturierter Code mit wiederverwendbaren Bausteinen
  • Nachvollziehbare Versionierung der Programmstände
  • Schnelle Anpassung bei Prozessänderungen

FAQ

Häufige Fragen

Welche Steuerungen setzen Sie ein?
Überwiegend Delta Controls als Partnerplattform, dazu Saia Burgess, Honeywell, Tridium sowie vorhandene Siemens- und Kieback & Peter-Technik im Bestand.
Wie wird versioniert?
Jeder Programmstand wird versioniert und dokumentiert, Änderungen bleiben nachvollziehbar.
Nach welchem Standard programmieren Sie?
Strukturiert nach IEC 61131-3 mit wiederverwendbaren, kommentierten Bausteinen und klarer Trennung von Regelung, Sicherheit und Meldewesen.
Erhalten wir den Quellcode?
Ja, vollständig und dokumentiert. Damit bleibt die Anlage für jeden qualifizierten Fachbetrieb wartbar.
Wie wird vor dem Einsatz getestet?
Über Simulation und Funktionsprüfung im Werk (FAT) und anschließend an der realen Anlage (SAT) – als getrennte Abnahmestufen.
Ist eine Anbindung an IT- oder MES-Systeme möglich?
Ja, über OPC UA oder MQTT mit abgestimmter Datenpunktauswahl und Rechtekonzept.
Wie entstehen Ihre Angebote?
Nach Begehung und Aufnahme des Bestands, mit nachvollziehbar abgegrenzten Positionen. Annahmen werden benannt, statt sie später als Nachtrag zu berechnen.
Wie läuft die erste Zusammenarbeit ab?
Am Anfang steht ein technisches Gespräch, danach eine Begehung der Anlagen und der technischen Zentralen. Erst auf dieser Grundlage erstellen wir ein Angebot mit klar abgegrenztem Leistungsumfang.

Warum S&R

Worauf Sie sich bei uns verlassen können

Kein Marketingversprechen: Arbeitsweise, Prüfumfang und Dokumentation sind an jedem Objekt überprüfbar.

  • Engineering Standards

    Nach Regelwerk geplant und gebaut

    Funktionsbeschreibungen, Datenpunktlisten, Schaltanlagen und Programmstände entstehen nach den einschlägigen Normen – prüfbar für Fachplanung und Rechnungsprüfung.

    • VDI 3814 und DIN EN ISO 16484 für Automation und Datenpunkte
    • DIN EN 61439 für Schaltgerätekombinationen
    • IEC 61131-3 für strukturierte Steuerungsprogramme
  • Qualitätssicherung

    Geprüft, bevor es in Betrieb geht

    Wir trennen Werksprüfung und Anlagenabnahme. Jede Funktion wird ausgelöst, beobachtet und protokolliert – auch der Störfall.

    • Stück- und Funktionsprüfung der Schaltanlagen in der Werkstatt
    • Datenpunkt- und Wirkungsprüfung gegen die Funktionsbeschreibung
    • Störfall- und Umschaltszenarien werden aktiv getestet
  • Dokumentation

    Unterlagen, mit denen weitergearbeitet werden kann

    Jedes Projekt wird so dokumentiert, dass Betreiber, Fachplaner und Dritte die Anlage verstehen, prüfen und erweitern können – ohne Rückfrage bei uns.

    • Revisionsunterlagen, Stromlaufpläne und Datenpunktlisten im Ist-Zustand
    • Programmstände inklusive Quellcode und Änderungshistorie
    • Prüf-, Abnahme- und Einweisungsprotokolle
  • Persönlicher Ansprechpartner

    Ein Techniker, der Ihr Objekt kennt

    Sie erhalten einen festen technischen Ansprechpartner über die gesamte Projektlaufzeit und in der späteren Betreuung – kein Ticket-Karussell, kein Callcenter.

    • Feste Zuordnung von Projektleitung und Servicetechnik
    • Direkte Durchwahl und E-Mail statt anonymer Hotline
    • Objektwissen bleibt auch nach der Abnahme im Team

Steuerungsaufgabe besprechen

Prozessanforderungen, Betriebsarten und Sicherheitsfunktionen: wir klären den Umfang, bevor die erste Zeile Code entsteht.

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