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MSR-Technik – Kälte, Klima, Lüftung

Nachschlagewerk

MSR-Lexikon

Kurze, verständliche Erklärungen der wichtigsten Begriffe aus MSR-Technik, Gebäudeautomation und Leittechnik.

Illustration eines aufgeschlagenen Nachschlagewerks mit alphabetischen Registerkarten und Begriffskarten zu Sensorik und Ventilen

A–Z

Begriffe der MSR- und Gebäudeautomation

Kurzdefinitionen der Begriffe, die in unseren Funktionsbeschreibungen, Datenpunktlisten und Prüfprotokollen vorkommen.

A

Alarmmanagement
Regelwerk für Meldungen der Gebäudeautomation: Priorisierung, Weiterleitung und Quittierung. Ziel ist eine begrenzte Anzahl relevanter Meldungen, die eindeutig einer Anlage und einer Zuständigkeit zugeordnet sind.
Automationsstation
Frei programmierbares Gerät der Automationsebene, das Feldgeräte einliest, Regelkreise und Verriegelungen ausführt und Datenpunkte an die Managementebene übergibt. Sie arbeitet auch dann autark, wenn die Leittechnik nicht erreichbar ist.

B

BACnet/IP
Herstellerübergreifendes Protokoll der Gebäudeautomation über Ethernet. Datenpunkte werden als Objekte mit definierten Eigenschaften abgebildet, wodurch Anlagen unterschiedlicher Hersteller in einer Leittechnik zusammengeführt werden können.

D

Datenpunkt
Kleinste informationstechnische Einheit der Automation – ein Messwert, ein Zustand, ein Sollwert oder ein Befehl. Datenpunkte sind die Grundlage für Regelung, Visualisierung, Trendaufzeichnung und Alarmierung.
Datenpunktliste
Strukturierte Aufstellung aller Datenpunkte einer Anlage mit Bezeichnung, Typ, Adresse und Funktion. Sie ist Kalkulations-, Prüf- und Dokumentationsgrundlage und wird bis zur Übergabe fortgeschrieben.
DDC
Direct Digital Control: digitale Regelung von Heizungs-, Kälte- und Lufttechnik direkt in der Automationsstation. Regelparameter, Zeitprogramme und Verriegelungen liegen im Gerät und sind über die Leittechnik einsehbar.

E

Einregulierung
Anpassung von Regelparametern, Sollwerten und Laufzeiten am laufenden Betrieb, nachdem die Funktionen geprüft sind. Erst die Einregulierung entscheidet über Komfort und Energieverbrauch im Alltag.

F

FAT
Factory Acceptance Test: Werksprüfung von Schaltschrank und Software vor der Anlieferung. Verdrahtung, Kennzeichnung und Programmfunktionen werden gegen die Funktionsbeschreibung geprüft, um Fehler nicht auf die Baustelle zu verlagern.
Feldebene
Unterste Ebene der Automationspyramide mit Sensoren, Ventilen, Antrieben und Zählern. Qualität und Platzierung der Feldgeräte begrenzen, was eine Regelung überhaupt leisten kann.
Funktionsbeschreibung
Verbindliche Beschreibung des Anlagenverhaltens: Betriebsarten, Regelstrategien, Sollwerte, Verriegelungen, Störfallverhalten und Meldungen. Sie ist Grundlage für Programmierung, Prüfung und Abnahme.

G

GLT
Gebäudeleittechnik: übergeordnete Ebene zur Visualisierung, Bedienung, Trendauswertung und Alarmierung mehrerer Anlagen und Standorte. Die Regelfunktion selbst bleibt in der Automationsstation.

K

Kaskade
Regelungsstruktur, bei der ein Führungsregler den Sollwert eines untergeordneten Reglers vorgibt – etwa Raumtemperatur als Führung für die Zulufttemperatur. Sie stabilisiert Anlagen mit trägem Verhalten.
KNX
Bussystem für Raumautomation: Beleuchtung, Verschattung, Einzelraumregelung und Bedienstellen. Über Gateways werden Raumfunktionen an die Gebäudeautomation angebunden.

M

M-Bus
Zählerbus für Wärme-, Kälte-, Wasser- und Stromzähler. Er liefert die Verbrauchsdaten, auf denen Energieauswertungen und Kennzahlen der Leittechnik aufbauen.
Managementebene
Ebene der Leittechnik oberhalb der Automation: Bedienbilder, Zeitprogramme, Archive, Auswertungen und Berechtigungen. Sie bündelt Informationen, ohne selbst regelungsrelevant zu sein.
Modbus TCP
Einfaches, weit verbreitetes Register-Protokoll über Ethernet. Häufig für Kältemaschinen, Frequenzumrichter, Zähler und Fremdanlagen genutzt; die Bedeutung der Register muss dokumentiert werden.
MQTT
Leichtgewichtiges Publish-Subscribe-Protokoll für die Anbindung von Anlagendaten an Cloud- oder Monitoringdienste. Es ersetzt keine Automation, sondern transportiert ausgewählte Datenpunkte.
MSR-Technik
Messen, Steuern, Regeln: Erfassung von Zuständen, Ansteuerung von Aktoren und Regelung auf Sollwerte. Sie verbindet Anlagentechnik mit Automation und Leittechnik.

O

OPC UA
Herstellerunabhängige Kommunikationsarchitektur mit semantischem Informationsmodell und Verschlüsselung. Wird eingesetzt, wenn Automations- und IT-Systeme strukturiert Daten austauschen sollen.

R

Redundanz
Mehrfache Auslegung kritischer Komponenten – etwa Pumpen, Netzteile, Netzwerkwege oder Server – damit ein Einzelfehler den Betrieb nicht unterbricht. Relevant vor allem in Rechenzentren, Pharma und Krankenhäusern.
Regelkreis
Geschlossene Kette aus Messgröße, Regler, Stellglied und Anlagenreaktion. Ein sauber ausgelegter Regelkreis erreicht den Sollwert stabil, ohne Schwingen und ohne unnötige Stellbewegungen.

S

SAT
Site Acceptance Test: Prüfung der Anlage vor Ort nach Montage und Inbetriebnahme. Funktionen, Meldungen und Verriegelungen werden im realen Zusammenspiel gegen die Funktionsbeschreibung nachgewiesen.
Schaltschrankbau
Fertigung der Automationsschränke inklusive Aufbau, Verdrahtung, Kennzeichnung und Prüfung. Ein nachvollziehbar aufgebauter Schrank verkürzt Inbetriebnahme und späteren Service erheblich.
Sollwert
Zielgröße, die eine Regelung erreichen soll – etwa Raumtemperatur, Zulufttemperatur oder Druck. Sollwerte sind dokumentiert, begrenzt und nur über definierte Bedienrechte veränderbar.
SPS
Speicherprogrammierbare Steuerung: frei programmierbares Gerät für Steuerungs- und Regelaufgaben, üblicherweise nach IEC 61131-3 strukturiert. In der Gebäudeautomation übernimmt sie Anlagen mit hohem Individualisierungsgrad.

T

Trendaufzeichnung
Zeitliche Aufzeichnung von Datenpunkten in der Leittechnik. Trends belegen Betriebsverhalten, machen Fehlerursachen sichtbar und sind Voraussetzung für energetische Optimierung im Bestand.

V

Verriegelung
Logische Bedingung, die Betriebszustände ausschließt oder erzwingt – etwa Frostschutz, Strömungswächter oder Vorrangschaltungen. Verriegelungen schützen Anlage und Gebäude unabhängig von Bedienhandlungen.

W

Wirkungsprüfung
Nachweis, dass jede Anforderung der Funktionsbeschreibung an der realen Anlage wirkt: Signalweg, Regelverhalten, Meldung und Verriegelung werden einzeln ausgelöst und protokolliert.

Leistungsumfang

  • DDC, SPS, GLT und Automationsstation
  • Datenpunkt, Datenpunktliste und Objekt
  • BACnet, Modbus, KNX, OPC UA und M-Bus
  • Regelkreis, Sollwert, Kaskade und Verriegelung

Ihr Nutzen

  • Gemeinsame Sprache im Projektteam
  • Sicherer Umgang mit Ausschreibungstexten
  • Weniger Missverständnisse bei der Abnahme

FAQ

Häufige Fragen

Welche Begriffe deckt das Lexikon ab?
Begriffe aus MSR-Technik, Gebäudeautomation und Leittechnik: Feldebene und Sensorik, Automationsstationen, Regelstrategien, Datenpunkte, Kommunikationsprotokolle sowie Begriffe aus Abnahme und Dokumentation.
Wird das Lexikon aktualisiert?
Ja, laufend. Neue Einträge entstehen aus Projektfragen sowie bei Änderungen an Normen, Protokollversionen und Systemständen.
Kann ich einen fehlenden Begriff vorschlagen?
Ja. Eine kurze E-Mail an msr@sr-kaeltetechnik.de genügt – fehlende oder unklare Begriffe nehmen wir auf und ordnen sie in den Anlagenkontext ein.
Wie ausführlich sind die Definitionen?
Jeder Eintrag erklärt den Begriff kurz und ordnet ihn der Anlagenpraxis zu: wo er auftritt, wofür er gebraucht wird und mit welchen Begriffen er verwechselt wird.
Sind die Definitionen normkonform formuliert?
Wir orientieren uns an VDI 3814 und DIN EN ISO 16484. Wo Begriffe umgangssprachlich abweichend verwendet werden, benennen wir beide Lesarten.
Ist das Lexikon für Ausschreibungen verwendbar?
Als Verständnishilfe ja. Verbindliche Formulierungen für Leistungsverzeichnisse entstehen projektbezogen in der Funktionsbeschreibung und Datenpunktliste.

Warum S&R

Worauf Sie sich bei uns verlassen können

Kein Marketingversprechen: Arbeitsweise, Prüfumfang und Dokumentation sind an jedem Objekt überprüfbar.

  • Engineering Standards

    Nach Regelwerk geplant und gebaut

    Funktionsbeschreibungen, Datenpunktlisten, Schaltanlagen und Programmstände entstehen nach den einschlägigen Normen – prüfbar für Fachplanung und Rechnungsprüfung.

    • VDI 3814 und DIN EN ISO 16484 für Automation und Datenpunkte
    • DIN EN 61439 für Schaltgerätekombinationen
    • IEC 61131-3 für strukturierte Steuerungsprogramme
  • Dokumentation

    Unterlagen, mit denen weitergearbeitet werden kann

    Jedes Projekt wird so dokumentiert, dass Betreiber, Fachplaner und Dritte die Anlage verstehen, prüfen und erweitern können – ohne Rückfrage bei uns.

    • Revisionsunterlagen, Stromlaufpläne und Datenpunktlisten im Ist-Zustand
    • Programmstände inklusive Quellcode und Änderungshistorie
    • Prüf-, Abnahme- und Einweisungsprotokolle
  • Persönlicher Ansprechpartner

    Ein Techniker, der Ihr Objekt kennt

    Sie erhalten einen festen technischen Ansprechpartner über die gesamte Projektlaufzeit und in der späteren Betreuung – kein Ticket-Karussell, kein Callcenter.

    • Feste Zuordnung von Projektleitung und Servicetechnik
    • Direkte Durchwahl und E-Mail statt anonymer Hotline
    • Objektwissen bleibt auch nach der Abnahme im Team
  • Warum S&R

    Ingenieurleistung statt Produktverkauf

    Planung, Programmierung, Schaltanlagenbau und Inbetriebnahme liegen bei uns in einer Hand. Sie sprechen mit den Menschen, die Ihre Anlage später auch regeln.

    • Ein Team von der Planung bis zum Betrieb
    • Technische Rückmeldung von Ingenieuren, nicht aus dem Vertrieb
    • Eigene Werkstatt und eigenes Engineering an einem Standort

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Unsere Technik antwortet persönlich – mit Bezug auf Normen, Praxis und Ihre konkrete Anlage.

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